Manchmal ahnt man schon vorher, dass ein Tag etwas Besonderes werden könnte. Und manchmal fährt man einfach los und hat überhaupt keine Ahnung, was einen erwartet.
Heute war so ein Tag.
Harald KJ5BFF und ich haben uns uns zu einer POTA-Aktivierung im Park verabredet. Da er und seine XYL Sabine zurzeit in Deutschland sind und bis Anfang September bleiben, entstand die Idee, dass wir uns nicht nur über Funk unterhalten, sondern uns einfach einmal persönlich treffen sollten.
Ausgerechnet heute sollte allerdings der heißeste Tag der Woche werden.
Ich war mir deshalb anfangs nicht ganz sicher, ob das wirklich eine gute Idee war. Absagen oder verschieben wollte ich aber auch nicht. Antenne aufbauen, das Funkgerät in der Sonne betreiben und dabei vermutlich ordentlich schwitzen? Es gab angenehmere Vorstellungen für einen gemeinsamen Tag.
Im Nachhinein kann ich nur sagen: Ich hätte mir keinen besseren Tag aussuchen können.
Denn die eigentliche Überraschung war nicht das Wetter und auch nicht die Aktivierung.
Es waren Harald und Sabine.
irgendwie passte es von der ersten Minute an. Es wurde ein Tag, an dem sieben Stunden wie im Flug vergangen sind. Wir haben uns über Gott und die Welt unterhalten, gelacht, uns ausgetauscht und dabei immer wieder festgestellt, wie viele unterschiedliche Erfahrungen wir zwar gemacht haben und wie viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen es trotzdem gibt.
Die POTA-Aktivierung lief dabei fast schon nebenbei.
32 Minuten Funkbetrieb und gerade einmal 11 QSOs sind für eine Aktivierung nicht gerade rekordverdächtig. Aber darum ging es heute auch überhaupt nicht.

Trotzdem hatte die Aktivierung einen ziemlich spektakulären Start.
Das dritte QSO ging nach Kanada, das vierte in die USA – und das mit gerade einmal 8 Watt auf 20 Meter. Die ZS6BKW spielte heute einfach unglaublich gut und auch die Bandbedingungen waren offenbar auf unserer Seite.
Eine kleine Premiere gab es für mich ebenfalls: Zum ersten Mal habe ich eine Aktivierung komplett ohne Earphones gemacht. Stattdessen lief der Funkverkehr über den Lautsprecher, damit Harald mithören konnte. Und tatsächlich ging das deutlich besser als erwartet.
Aber eigentlich war der Funk heute nur die kleine Nebenhandlung.
Nach der Aktivierung gingen wir noch gemeinsam essen und ließen den Tag bei einem wirklich guten Griechen und vielen weiteren Gesprächen entspannt ausklingen. Wieder einmal war die Zeit viel zu schnell vorbei.
Fazit:
Vielleicht ist genau das das Schöne an einem ersten Treffen: Man kennt jemanden vielleicht aus einem Kurs, aus Gesprächen oder aus dem Funk, aber wie sich eine persönliche Begegnung anfühlt, weiß man erst, wenn man tatsächlich zusammensitzt.
Und manchmal ist so ein erstes Treffen einfach außergewöhnlich schön.
So schön, dass man irgendwann das Gefühl bekommt, die Menschen gegenüber eigentlich schon viel länger zu kennen.
Danke an alle Hunter für die perfekte Unterstützung bei dieser Aktivierung.
Bilder zur Aktivierung