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Eifel Tour Part-1

POTA am Campingplatz

Hohes Venn-Eifel Nature Park + DE-0432 · Schleiden / NRW

QSOs
24
Bänder
40m
Betriebsarten
CW

Der Herbst kommt in großen Schritten auf uns zu. An den deutlichen Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen ist inzwischen kaum noch zu übersehen, dass sich die Wohnwagensaison langsam dem Ende zuneigt. Daher haben wir kurzerhand beschlossen, noch ein paar Tage in die Eifel zu fahren und damit direkt auf einen Naturcampingplatz im Eifel Naturpark.

Camping inmitten wunderschöner Natur und dann auch noch direkt in einem 2-Fer-POTA-Spot, was für ein perfekter Abschluss der Saison! Natürlich haben wir uns die Umgebung angesehen, und sicher werden wir auch noch mit dem Equipment zu einer Aktivierung „out in the wild“ aufbrechen. Die erste Aktivierung sollte aber ganz gemütlich direkt am Wohnwagen stattfinden.

Der Betreiber des Naturcampingplatzes gab sofort seine Erlaubnis zum Aufbau einer Antenne. Ich beschloss, es möglichst klein zu halten, und stellte meinen Teleskopdipol auf. Sofort zog das Gebilde neugierige Blicke auf sich. Beim weiteren Aufbau meiner Station kam dann auch die erste, noch etwas zögerliche Frage unserer Nachbarn nach meiner „Angel“. Wir hatten einen Stellplatz direkt am Fluss.

Das Setup

  • Yaesu FT-891
  • Teleskop-Dipol
  • TP-III Paddle
  • Tascam Recorder

Die Aktivierung startete auf 40 m. Kaum hatte ich CQ gerufen, waren auch schon die ersten Stationen mit schönen Signalen im Log.
Unser Nachbar aus Belgien – ich schätzte ihn auf etwa 65 Jahre – kam schließlich herüber und fragte, halb auf Deutsch und halb auf Niederländisch, was ich da eigentlich mache. Nach einer kurzen Erklärung hielt ich ihm den zweiten Kopfhörer hin, denn sein Blick verriet eindeutig mehr Fragen als „Ich verstehe“.

So saßen wir etwa 15 Minuten nebeneinander, manchmal mitten in einem Pile-up. Je öfter man solche Situationen erlebt, desto mehr gewöhnt man sich daran. Inzwischen gelingt es mir schon recht gut, mir auch aus einem Pile-up die erste Station herauszupicken, die ich aufnehmen kann – unabhängig davon, wie stark ihr Signal ist.
Nach einer Weile fragte mein Nachbar: „Warum machst du das? Machst du das nur aus Plaisier?“

„Klar“, war meine Antwort. „Es macht einfach Spaß und ist entspannend.“

Er war sichtlich erstaunt darüber, dass man aus diesem ganzen „Getute“ überhaupt etwas Sinnvolles heraushören konnte. Also unterbrach ich die Aktivierung kurz und erklärte ihm ein wenig genauer, was dort gerade eigentlich passierte.
Ich glaube, diesmal hat er es tatsächlich etwas besser verstanden. 😊 Er bedankte sich herzlich für die Zeit und die Erklärung und ließ mich anschließend wieder weitermachen.
Während langsam die Kälte des Abends aufzog, beendete ich die Aktivierung mit einigen weiteren QSOs. Am Ende standen 24 Stationen im Log.

Die Eifeltour begann mitten in einer wunderschönen Umgebung, direkt am Wohnwagen, mitten im Naturpark. Einfacher und gemütlicher geht eine POTA-Aktivierung wohl kaum. Während die Sonne langsam unterging und der Bach die feuchte Kälte des Abends spürbar machte, war das einfach Natur pur.

Und das kleine Gespräch mit unserem belgischen Nachbarn – in zwei Sprachen, mit Händen und Füßen und natürlich ein bisschen Amateurfunk – hat erstaunlich viel Spaß gemacht und war überhaupt keine Störung der Aktivierung.

Fazit

Eifel-Tour-Start aus dem Bilderbuch!

Danke an alle Hunter für eure Unterstützung bei dieser Aktivierung.

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