Alle Aktivierungen

Ein Test für die lange POTA-Nacht

Ein kleiner Antennentest für eine lange Nacht auf den langen Bändern

Kurpark Xanten Recreation Park · Xanten / NRW

QSOs
23
Bänder
20m 30m 40m
Betriebsarten
CW

Für die kommende Woche haben wir mit der POTA-Gang etwas Besonderes vor: Wenn alles klappt, wollen wir eine Aktivierung bis in den Abend und hinein in die Nacht machen.

Dabei sollen neben den üblichen Bändern auch 80m und vielleicht sogar 160m auf dem Aktivierungsplan stehen. Dafür musste natürlich vorher getestet werden, ob mein Antennenkonzept das überhaupt mitmacht.

Heute ging es deshalb mit der ZS6BKW raus zum Antennentest.

Die klassische ZS6BKW ist mit ihren 2 × 13,75m Strahlerdraht und den 12,2m 450-Ohm-Hühnerleiter insgesamt schon eine recht kompakte Multibandantenne. Der eigentliche Strahler ist damit 27,5m lang, die Hühnerleiter bildet die Matching-Sektion.

Für 160m ist das natürlich deutlich zu kurz. Also musste ein wenig improvisiert werden.

Statt die Hühnerleiter wie vorgesehen als Matching-Sektion zu verwenden, habe ich sie am unteren Ende kurzgeschlossen, also die beiden Leiter miteinander verbunden. Dadurch entsteht aus der ZS6BKW eine Art T-Antenne.

Oben bleiben die beiden 13,75m-Schenkel erhalten und bilden zusammen die 27,5m breite „Querstrebe“. Von deren Mitte führt die 12,2m lange Hühnerleiter nach unten.

Damit ergibt sich geometrisch eine T-förmige Antenne mit 27,5m horizontaler Ausdehnung und weiteren 12,2m vertikalem Abschnitt, also insgesamt knapp 39,7m Antennenaufbau, wobei die beiden Leiter der Hühnerleiter natürlich nicht einfach als 24,4m zusätzlicher Draht hintereinander zu verstehen sind.

Meine ZS6BKW ist ein wenig länger und daher kome ich auf ca. 40,4m

Den Einspeisepunkt habe ich dabei mit einem CG-3000 Automatiktuner realisiert. Als Gegengewicht kamen heute zunächst vier Radiale mit jeweils 15m Länge zum Einsatz.

Und tatsächlich: Der Tuner hatte mit dieser Konstruktion kein Problem mit der Anpassung und wenig zu tun. Auf den meisten Bändern ließ sich die Antenne problemlos auf 1:1 anpassen. Selbst auf 160m waren immerhin etwa 1,8–1,9:1 SWR erreichbar. Für diesen improvisierten Aufbau sah das schon einmal ziemlich vielversprechend aus.

Als nächsten Schritt werde ich die vier vorhandenen Radiale noch um weitere vier Stück ergänzen. Dann stehen insgesamt 8 × 15m Radiale zur Verfügung. Mal sehen, wie sich das insbesondere auf 160m auswirkt.

Aber natürlich sollte es heute nicht nur ein Antennentest bleiben.

Das Setup

  • Yaesu FT-891
  • ZS6BKW - an der HL unten verbunden als T-Antenne
  • Spiderbeam 10
  • CG-3000 - Automatik Tuner
  • TP-III Paddle
  • Tascam Recorder
  • PoLo Ham2K

Nachdem die Messungen meine Erwartungen sogar übertrafen, habe ich die modifizierte ZS6BKW direkt für eine kleine POTA-Aktivierung auf 20, 30 und 40m eingesetzt, denn für 80m und 160m war es einfach noch zu früh.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 23 QSOs in 45 Minuten.

Empfang, Aussendung und Reports waren durchweg unauffällig und gut. Auch die RBN Werte sahen vielversprechend aus, wie auch die Screenshots weiter unten zeigen.

Damit hat die kleine Konstruktion ihren ersten Praxistest bestanden. Ob sie allerdings auch den deutlich anspruchsvolleren Sprung auf 80m und vielleicht sogar 160m während unserer geplanten Nachtaktivierung schafft, wird sich erst nächste Woche zeigen.

Fazit:

Eine POTA-Aktivierung bis tief in die Nacht ist schon etwas Besonderes. Und wenn dann am Ende tatsächlich noch Stationen auf 160m im Log stehen, dürfte das ein ziemlich interessantes Experiment werden.

Die heutige Aktiverung war zudem ein entspanntes Erlebnis!

Fortsetzung folgt …

Danke an alle Hunter für die großartige Unterstützung!

Auf POTA ansehen
← Zurück zur Übersicht ← Vorheriger Nächster → Startseite